Priesterin

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Cybersamurai

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Rabe vor Mond auf Dornen

Die Seele von „Seelenschwester“

Was erzählt der Roman Seelenschwester? Was waren die stärksten Einflüsse für den Vampir-Thriller? Und wie gut stehen die Chancen auf eine Fortsetzung? Alles zu meinem eBook. Artwork: LadyLight
Tasten einer alten Schreibmaschine

Hinter der bürgerlichen Fassade

Wer hat sich für Seelenschwester Abende am Bildschirm um die Ohren geschlagen? Ein Foto und ein paar Zeilen zu mir unter Aboutdemnächst mehr auf Insta, Facebook und Twitter.

Der Roman „Seelenschwester“

Vampire sind nur ein Flüstern bei Tag, aber ein Heulen bei Nacht. Sie gebiert Ungeheuer und leert das Herz. Kann es für Luca Hoffnung geben, als sie hinter das Leichentuch blickt? Black Metal spricht ihr aus der Seele. Aber nicht in ihren düstersten Träumen hat sie sich ausgemalt, wie sehr ihre vergötterte Band Nothing but the Trees mit der äonenalten Finsternis verstrickt ist, die in urbanen Katakomben, fauligen Kanalschächten und Labyrinthen Scheusale gebiert.

Das Feuer, das dieses bizarre Metallwerk ausgespien hat, brennt kalt wie eine verregnete Neon-Nacht. Seelenschwester erzählt einen Seelenstriptease über den Tod hinaus. Über ein Bündnis wider Willen mit alten Assassinen. Auf welcher Seite soll Luca stehen, wenn die Grenzen in der Dunkelheit verschmieren?

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Ein Wort zum Schluss – und zum Anfang

1994 kam der Film The Crow in die Kinos – die Rachegeschichte eines zusammen mit seiner Braut ermordeten Rockmusikers, der in einer düsteren, gesetzlosen Stadt als Untoter wieder aufersteht, um die Mörder zur Rechenschaft zu ziehen. Auf seinem Pfad durch die in Gothic-Schick und viktorianischer Dekadenz gehüllte Unterwelt begleitet ihn eine Krähe. Sie hat seine Seele ins (Un)Leben zurückgebracht, sie ist sein Anker, seine Augen und seine Führerin durch den Alptraum der Moderne. (Foto: enriquelopezgarre auf Pixabay)

Brandon Lee – noch ein toter Held

Es mag auch an dem tragischen, realen Tod des Hauptdarstellers Brandon Lee liegen, der bei den Dreharbeiten an einer echten Kugel starb. Und daran, dass der Streifen mit seiner ganz eigenen Stilsicherheit den Grunge und einen seiner gerade verstorbenen Helden – Nirvana-Frontmann Kurt Cobain – ehrt. Bilder für die Dekadenz der 90er, das New Wave-Lebensgefühl der 80er und die Fin de Siècle-Stimmung eines gewaltsamen, langsam endenden Milleniums findet. Sich auf schwarzen Flügeln durch Hinterhöfe mit brennenden Öltonnen, durch müllverdreckte Gassen und über das Antennen-Gewirr von Hausdächern schwingt.

Dieser Film wurde jedenfalls Kult. Und er hat mich damals umgehauen.

Die dreckige Suche nach Erlösung

Er erzählt geradlinig, dreckig, stylisch, ehrlich und schonungslos, wie unfair und hoffnungslos das Leben sein kann. Aber, so kalt und gnadenlos er die irdische Existenz zeigt, transportierte er auch eine innere Wärme, einen letzten Funken Hoffnung auf Liebe und Zuneigung. Und vereint am Ende das ermordete Paar wieder – wenn auch im Tod.

Eine Krähe an der Seite

Jetzt, am Ende der langen Jahre, in denen ich immer wieder an Seelenschwester geschrieben habe, ist mir klar geworden, dass The Crow stets mit mir geflogen ist. Dass der Streifen, neben dem 1996 erschienenen Rollenspiel-Buch Vampire aus der Alten Welt – das zweite überhaupt in meiner RPG-Bibliothek – und neben den Lyrics und Riffs diverser Metal- und Düster-Kapellen (inklusive Brandon-Lee-Hommage) die große Inspiration meines Teilzeitdaseins als Schriftsteller gewesen ist. (Wo meine anderen „Werke“ geblieben sind, lest ihr übrigens hier.)

Irgendwas hält das, was wir im Innersten sind, am Leben. Ich habe mit Seelenschwester versucht, einem meiner Anker in dieser manchmal kalten, aber oft genauso liebenswerten Welt ein persönliches Denkmal zu setzen. Wenn etwas darin euch berührt, würde mich das sehr stolz machen. Am Schluss meines Debüts bleibt mir nur mit Nine Inch Nails zu sagen:

They keep calling me!

Die Figur des Vampirs ist so tief in die Kulturgeschichte der Menschheit eingeschrieben, dass er einfach nicht „totzukriegen“ ist. Und das ist auch gut so. Es gibt noch so viel über ihn zu erzählen, Abgedrehtes und auf eine ganz eigene Art sehr „Wahres“. Ich schreibe weiter, wenn jemand nach einer Fortsetzung kräht!