Vergibt die Nacht?

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Char-Contest
Aus welchem Holz bist du?

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Ebooks
Wann fällt der erste Stern

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Wie gut sind deine Karten?

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„There shines a light so solemn in the sky/ A firy eye waving it's last goodbye/ There is a fire in the trees, a fire in the east/ And holds a golden key to secrets in between.“

Hand und Auge, Das Lied vom Abschied


Hallo Sal, ich habe mir erlaubt, Deine elf Blogstöckchen-Fragen auf einen Charakter anzuwenden, den ich gern gespielt hätte. Der nun aber bald meine eigene Fantasy-Welt „belebt“. Aufmerksame Besucher meiner Website dürfte er schon im Slider aufgefallen sein. Es ist:

Emerald, Hand des Schnitters

1. Servus, sprich: Aus welcher Welt stammst du, und was zeichnet sie aus?

Ich bin Emerald, meinen wahren Namen habe ich vergessen. Der, der mich erweckte, nennt mich so nach der Farbe meines Seelenfeuers. Meinem Äußeren nach zu urteilen war ich, bevor ich starb, einer der Firnelfen, und ich wandle wie all die anderen lebenden und toten Seelen auf der Welt namens Inûnyrde. Es ist eine zerrissene Welt. Zerissen zwischen den bronzeschimmernden, Dampf fauchenden Erfindungen und Feuer speienden Essen der Anviliten, und einer alten Dunkelheit, die im inneren der Wildnis gärt und mörderische Winter und Raunächte über uns bringt.

2. Und wer und was bist du?

Ich war ein Firnelf. Einst gehörte ich zu jenem Volk, das die nordischen Fjorde, Wälder und Steppen bewohnt. Nun bin ich einer der minderen Tode. Ich bringe Seelen, deren Zeit gekommen ist, über die Schwelle auf sichere Pfade ins Jenseits.

3.Welches Element Deiner Heimatwelt hat Dich am meisten geprägt?

Der Tod. Im Leben wie im Unleben.

4. Körper, Magie oder Technologie?

Ganz Körper, nachdem ich ihn zurückerlangt habe. Ein wenig Magie – nun, wenn man die schwarzen Winde, die Energien des Todes so nennen möchte. Es war ein sehr schmerzhafter Prozess, aber Nephrail, eine weitere Hand des Schnitters, hat mich auf diesem dornigen Pfad begleitet. Normalerweise bringen wir die Toten fort – nicht umgekehrt. Ich weiß noch nicht, ob ich es ihm verzeihen kann.

5. Bist du eher Söldner oder kämpfst du nur für deine Ideale?

Als Hand des Schnitters bin ich sein Söldner. Doch ich hoffe, mich dereinst erinnern zu können, was meine Ideale waren, ob ich um ihrer Willen gestorben bin. Und vor allem: Ob es sich lohnte.

6. Wer ist dein ärgster Widersacher?

Der Schnitter.

7. Und wer dein bester Verbündeter?

Nun – der Schnitter.

8. Was ist dein peinlichstes Erlebnis?

Wie ein durchweichter Ertrunkener immer und immer wieder aus dem Tümpel auftauchen zu müssen, das mein mir zugewiesenes Avernisches Tor ist – und dabei nicht nackt und frierend von der ältlichen Fettel erwischt zu werden, die auf dem Gut, zu dem dieser Tümpel gehört, nach dem Rechten sieht.

9. Und was dein Größter Erfolg?

Ins Leben zurückgekehrt zu sein. Nephrail sagte mir, das schaffen nur die Wenigsten. Sie müssen sehr viel Wut, Schmerz und eine große Willensstärke in sich haben. Was ich davor erreicht habe, weiß ich nicht. Aber vielleicht werde ich es eines Tages herausfinden.

10. Nur zur Sicherheit: Lebst du noch und bist dem Tod schon einmal spektakulär von der Schippe gesprungen? Falls nicht: Wie bist Du gestorben?

Es ist nicht ganz klar, wie ich gestorben bin. Aber es muss spektakulär gewesen sein. Mein halbes Gesicht war zerfetzt und setzte sich erst wieder unter den seltsamen Energien des Todes, die Nephrail über meinen Überresten ausbreitete, und hinter einer Binde mit einer weißlichen, stark riechenden Salbe zusammen, deren Geruch Tote aufweckt. Desgleichen geschah mit meinem Brustkorb. Nun, wie immer ich gestorben bin – es war ein sehr gewalttätiger Tod. Ob ich gelitten habe, kann ich nicht sagen. Ich bin mir noch unsicher, ob ich mich wieder erinnern möchte. Aber es ist wohl ein Schlüssel dafür, zuende zu bringen, was ich begonnen habe.

11. Blicke auf dein Leben zurück und stell Dir vor, es gäbe jemanden, jenseits Deiner Welt, der alle Deine Handlungen bestimmt: Würdest du sagen, diese Person mache einen guten Job? Was wäre deine größte Kritik?

Nun, der Schnitter macht, was er tun muss. Er arbeitet gründlich. Aber er hätte auch mich gehen lassen sollen. Wie erbärmlich, dass er auf Kadaver angewiesen ist, die die Toten erst zu ihrem rechtmäßigen Platz geleiten. Auch, wenn diese Fährmänner und -frauen sich salbungsvoll die „Hände des Schnitters“ nennen. Ganz ehrlich, es wäre besser für mich gewesen, selbst zu gehen. Und das wäre es auch für diese Welt, für das Universum gewesen, das die Welt Inûnyrde ausgespuckt und in dieser seltsamen Leichenstarre zwischen Leben und Tod zurückgelassen hat. Es heißt, immer mehr Avernische Tore tuen sich auf. Es heißt, die Nebel, die die Traurigkeit in sich tragen – eine Geistesseuche, die den Lebenden jede Lust am Leben nimmt – werden dichter und ziehen zahlreicher. Aber offenbar hat der Schnitter oder wer immer meine Wege lenkt, noch etwas vor mit mir. Und der Beginn dieses Weges fühlte sich nicht gerade... wie soll ich sagen, angenehm an. Ich wünsche niemandem den Schmerz, den ich erleiden musste, als mir Nephrail verkündete, dass ich zurückkehren würde in dieses Dasein aus Rotz und Blut. Fragt mich wieder, wenn wir uns wiedersehen, dann weiß ich vielleicht mehr. Ähm, nein – nein, das ist keine Drohung.

Manchmal rede ich auch einfach so mit Menschen, jetzt, wo mein Gesicht wieder so lebendig scheint. Die Zeiten, als die Lebenden und die Toten unter sich blieben, sind vorbei.

Was zum Henker ist Inûnyrde?

Du willst mehr wissen? Bleib am Ball und lies meine Inûnyrde-Bücher, sobald sie erscheinen. Hiermit nominiere ich @Kadomi, @DaddelZeit und @AusgespieltTeam für das nächste #Blogstöckchen, um jeweils fünf Fragen ihrer Wahl (hier 34 Beispielfragen) von einem ihrer RPG-, Roman- oder Kurzgeschichten-Charakter beantworten zu lassen. Und sie mit dem Kurzinterview, wenn sie wollen, ins Rennen um den Char-Contest-Thron der Mythenschmiede zu schicken. Viel Erfolg!

Er wagte nicht, sein einziges Lid zu schließen.

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